![]() Bisher war das Terrarium (120 cm x 70 cm x 60 cm) mit Xaxim ausgekleidet und mit Pflanzen und Wurzeln dekoriert. Ich hatte die Absicht einen Wasserfall zu integrieren. Jedoch hat sich während des Ausräumens des Terrariums gezeigt, dass es in der Vergangenheit falsch war, das Terrarium mit Moos und Wurzeln aus heimischen Wäldern zu dekorieren. Tausendfüßler, Asseln und ähnliches Getier hatten sich im Xaxim festgesetzt und sich ungestört vermehrt. Solche "Gäste" können sich negativ auf den Bestand und die Zucht von Dendrobaten, Phyllobaten und Epipedobaten auswirken. So war ich gezwungen gleichzeitig auch die Seitenwände und die Rückwand neu zu dekorieren. Die Verwendung von Kork zur Dekoration der Wände ist zwar nicht so ansehnlich wie Xaxim, aber es ist nicht so anfällig wie dieser Baumfarn. Auch ist es eine Frage des Preises, da Xaxim nicht gerade günstig ist. |
![]() Nachdem das Becken vollkommen leer ist, sollte man sich zuerst Gedanken darüber machen, wo der Wasserfall angelegt werden soll. Es empfiehlt sich, dass Terrarium mit Ablauf zu versehen (hier hinten links). Dies erleichtert den Wasserwechsel. Es sollten auch Wasselwechsel vorgenommen werden, obwohl die Tiere nicht direkt (wie bei einem Aquarium) mit dem Wasser in Berührung kommen. Häufig spühlt sich Schmutz, wie Torf u. ä. in den Wasserteil. Dies kann zur Verschutzung der Pumpe führen. Eine Auswechselung der Pumpe bei voll eingerichteten Terrarium wird sich bestimmt als sehr schwierig erweisen. Anschließend muß mit Schläuchen und Winkeln die Stelle festgelegt werden, an der der Wasserfall beginnen soll. Wenn die Möglichkeit besteht, dann sollte der Wasserfall direkt unterhalb des Deckels beginnen. Die maximale Pumphöhe der Pumpe ist dabei auch sehr wichtig. Je größer bzw. länger der Wasserfall ist, je mehr besteht die Möglichkeit der Dekoration durch Einbau von Kaskaden, kleinen Teichen oder Kurven bzw. Winkel im Verlauf des Baches. |
![]() Ich hatte mich für den Einbau von 2 Pumpen entschlossen. So bestehen viel mehr Möglichkeiten. Man sollte sich vorher nicht allzuviel Gedanken darüber machen, wie der Wasserverlauf zukünftig sein sollte. Die meisten Ideen bekommt man sowieso während der Arbeiten. Die einzigsten Gedanken, sollte man sich darüber machen, welche Hilfmittel man für ein solches Vorhaben benötigt. Ich hatte mir folgendes bereitgelegt: - 2 Pumpen - Schläuche und Winkel - Komponentenschaum - Styropor - Teppichmesser - mehrere Cartouchen braunes Silikon - 1 Bürste - Torf |
![]() Nachdem der Verlauf des Wasserfalls festgelegt ist, müssen sowohl die Rückwände als auch die Seitenwände erneut beklebt werden. Diesmal hatte ich mich entschlossen, anstelle von Xaxim Kork zu verwenden. Abgesehen davon, dass Kork erheblich günsiger ist als Xaxim, ist Kork einfacher zu verarbeiten. Die Platten sind größer. Ferner kann Kork einfacher auf die gewünschte Größe zugeschnitten werden. |
![]() Nachdem die Korkplatte eingeklebt ist, muß sie von unten abgestützt werden, da sie sonst vom Eigengewicht nach unten gezogen wird. |
![]() Die Steigleitungen für den Wasserfall können dann ganz einfach zwischen den Korkplatten versteckt werden. |
![]() Bevor man beginnt, mit Styropor und Komponentenschaum zu arbeiten, müssen noch die Kabel der Wasserpumpen "versteckt" werden. |
![]() Entweder wird das Kabel durch die Lüftung im Deckel verlegt, oder durch Bohrungen im hinteren Bereich des Deckels nach außen verlegt. Da die Bohrungen im Deckel meist nicht sehr groß sind, ist man genötigt, den Stecker vorher abzutrennen und anschließend mit Lüsterklemmer wieder zu verbinden. Durch das Abklemmen ist sofort der Garantieanspruch erloschen. |
![]() Der zukünftige Wasserteil muß jetzt mit einer Styroporplatte abgedeckt werden. Es kann durchaus das halbe Becken als Wasserteil genutzt werden. Es sollte soviel Platz gelassen werden, dass problemlos darunter gearbeitet werden kann. Bei Bedarf müssen die Pumpen gesäubert oder gewechselt werden. |
![]() Anschließend kann mit Styroporblöcke oder -platten bereits ein großer Teil des "Felsens" geformt werden. |
![]() Die Benutzung von Styroporblöcken hat mehrere Vorteile. Zum einen sind sie günstiger als die gleiche Masse an Komponentenschaum. Zum anderen verhindert man mit solchen "Blöcken", dass der zuküntige Felsen insich zusammenfällt und zerläuft, sodass man hinterher eine größere Grundfläche benötigt als vorher geplant. |
![]() Wenn Styroporplatten verwandt werden, sollten diese miteinander verklebt werden. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass ein Kleber verwandt wird, der den Styropor nicht angreift. Auch hier empfiehlt sich die Verwendung von Silikon. |
![]() Man sollte ruhig einen größeren Block für den "Felsen" vorsehen. Durch modelieren und zuschneiden verringert sich der Block von selbst. |
![]() Anschließend muß der Styroporblock noch mit dem Koponentenschaum eingesprüht werden. Wenn der Schaum dann ein wenig verläuft, so ist das nicht weiter schlimm. Dies gibt dann dem neuen Felsen ein natürliches Aussehen. |
![]() Nun muß der ganze Block eingesprüht werden. Entgegen dem Foto ist die Dose mit dem Schaum während des Sprühens nach unten zu halten. Dies ist aber beim arbeiten direkt unter dem Deckel nicht immer möglich. |
![]() Nachdem man den Styroporblock komplett eingesprüht hat muß die ganze Sache noch trocknen. Im allgemeinen trocknet der Schaum sehr schnell. Da der Schaum aber teilweise sehr dick aufgetragen wird, sollte habe ich mir doch ein wenig mehr Zeit zum Trocknen lassen. |
![]() Um ganz auf der sicheren Seite zu sein, habe ich mir dafür einen Tag Zeit gelassen. |
![]() Nach dem Trocknen sollte man sich ganz genau überlegen, wo die Wasserfälle langlaufen sollen. Ein wenig nachschneiden kann man immer - etwas wieder ankleben ist schwieriger. |
![]() Man kann einen Block an der Wand kleben lassen und den Rest darunter wegschneiden. Der Block wird dann ausgehöhlt und kann dann als Blumentopf genutzt werden. |
![]() Anschließend müssen die Leitungen für den späteren Wasserfall freigelegt werden. Man sollte sich den Verlauf der Schläuche gut merken. Ein Suchen mit dem Cuttermesser kann alles zerstören. |
![]() Jetzt muß man den Verlauf des Baches festlegen. Dabei sollte man ein einfaches physikalisches Gesetz beachten: Wasser fließt bergab. Bei meinem ersten Versuch hatte ich schon einen kleinen "Berg" mit eingebaut. Den mußte ich anschließend wieder herausschneiden. |
![]() Ein kleiner Teich kann auf halben Weg auch eingebaut werden. |
![]() Bitte nichts überstürzen. Manche Ideen kommen erst bei längerer Betrachtung. |
![]() Jetzt muß der Block mit Silikon eingeschmiert werden. In den noch weichen Silikon wird dann Torf eingedrückt. Das gibt dann ein natürliches Aussehen. |
![]() Hier habe ich einen Fehler begangen. Ich habe von oben nach unten gearbeitet. Das war falsch. |
![]() Mit der Zeit wird der Torf sich leider herauswaschen. |
![]() Von unten nach oben klappt einfach besser. |
![]() Das Silikon kann zwar mit der Cartouche aufgetragen werden. Verschmieren muß man das alllerdings mit den Fingern. Das ist - ehrlich gesagt eine fürchterliche Sauerei. |
![]() Mit einer festen Bürste sollte man jetzt den Torf in das noch weiche Silikon drücken. |
![]() Diese Arbeit kann nur Stück für Stück erledigt werden. Den ganzen Block erst einschmieren wird in den meisten Fälle nicht klappen, da das Silikon dann schon angetrocknet ist. |
![]() Ein paar kleine Xaximstücke können auch eingebaut werden. Wenn man diese kräftig wässert kann man damit auch noch prima Effekte erzielen. Mit etwas Glück wachen Blumen und Farne aus dem Xaxim. |
![]() Mit einer kleinen Glasscheibe wird das Becken in zweit Teile geteilt. Links in den Wasserteil und rechts in den Landteil. Die Scheibe muß aber erhöht stehen, damit das Wasser darunter herfließen kann.. Dies erreicht man mit zwei kleinen Glasstücken, die man zuerst auf den Boden klebt. |
![]() Als Untergrund für das Landteil empfielt sich die sogenannte Hydrokultur (Blähton). Dabei sollte man mit der Hydrokultur nicht so geizig sein. Dadurch wäscht sich der Torf nicht so schnell heraus und der Blähton wird sichtbar. |
![]() Anschließend wird die Hydrokultur mit Torf abgedeckt. |
![]() Die erste Balkonpflanze. |
![]() Die zweite Balkonpflanze. |
![]() Es empfielt sich immer eine Ranke bzw. ein Ficus. Dann wuchert alles schön zu. Die braucht aber verdammt viel Zeit. |
![]() Nun kommen die übrigen Pflanzen zum Einsatz. |
![]() Man sollte aber auch darauf achten, dass der Landabschnitt nicht zu klein bemessen wird. Dann wird es mit dem Platz für die Pflanzen recht knapp. |
![]() Wenn Bromelien eingebaut werden, sollte man beachten, daß sie so angebracht werden, daß das Wasser nicht gleich wieder herausläuft. Auch werden Bromelien gerne von kleinen Arten (D. lamasi, D. imitator usw.) benutzt. |
![]() Nicht sofort wieder die Fronttür verschließen. Die ganze Sache sollte noch ein wenig lüften. |
![]() Den Zugang zum Wasserteil muß man nun verschließen (links unten). Ich hatte mir dafür eine Glasscheibe zurechtgeschnitten und diese dann mit einer Korkplatte abgedeckt. Nur die Korkplatte drückt sich durch. |
![]() Ein Ultraschallvernebler. |
![]() Als Zugang habe ich direkt den Deckel gewählt. |
![]() Im ersten Moment war das nicht die hübscheste Lösung. Aber man sollte vom Vernebler aus mit möglichst wenig Kurven direkt ins Becken gehen. Mit vielen Kurven und langen Zuleitungen geht viel von der Leistung verloren, weil der Nebel schon in der Zuleitung wieder zu Wasser wird. |
![]() Und nun "Wasser marsch". |
![]() Je dicker die Rohrleitung ist - je besser. |
![]() Auch wenn das Becken bereits voll Neben ist, kann man den Vernebler noch weiter laufen lassen. Ich habe meine Zeitschaltuhr auf 20 Minuten eingestellt. |
![]() Der "Wasserfall". |
![]() Die Schlauchleitungen müssen nun noch abgedeckt werden. Auch sollte verhindert werden, daß kleine Frösche in die Schlauchleitungen klettern. Eine kleine Metallkrampe kann in den Styropor gesteckt werden. Dadurch kann der Frosch nicht hinein, aber das Wasser heraus. |
![]() Fertig. Falls Ihr Fragen habt stehe ich Euch gerne per Mail zur Verfügung. Mfg Ralf |